2. Januar 1945
Basel als alarmreichste Schweizer Grossstadt
Amtlich wirdmitgeteilt: Das immer näher rückende Kriegsgeschehen spiegelt sich in der stark gestiegenen Anzahl an Fliegeralarmen wider, die in Basel ausgelöst werden. Während in den ersten vier Kriegsjahren zusammen nur 49 Alarme verzeichnet wurden – darunter 11 im Jahr 1940, lediglich 1 im Jahr 1941, dann 15 im Jahr 1942 und schliesslich 22 im Jahr 1943 – stieg die Zahl der Alarme im vergangenen Jahr drastisch an.
Im abgelaufenen Jahr wurden in Basel insgesamt 255 Fliegeralarme ausgelöst. Das sind mehr als fünfmal so viele wie in den gesamten vorangegangenen Kriegsjahren zusammen. Damit dürfte Basel die am häufigsten alarmierte Grossstadt der Schweiz sein.
Anmerkung des Autors: 1945 sollten nochmals 229 weitere Fliegeralarme dazu kommen – der letzter am 7. Mai um 13:52 Uhr. Somit wurde während des Kriegesjahre in Basel insgesamt 534 Mal Fliegeralarm ausgelöst.
Territorial-Kommando
Aus den Berichten der Schweizer Armee:
05:10 - 06:36 Uhr: Fliegeralarm
09:30 Uhr: Maj. Schiedegger auf der Kompanie betreffend Flüchtlingskinder. Man war gestern in Mulhouse und hat Kontakt mit den Verantwortlichen und den Flüchtlingskindern aufgenommen.
13:19 - 14:52 Uhr: Fliegeralarm
14:00 - 15:50 Uhr: Rapport: Besprechung über die möglichen Massnahmen für die Kranken in Rheinfelden. Aktuelle Lage an der Grenze zu Frankreich betreffend Kriegshandlungen (Kleinhüningen / St. Johann).
17:00 - 18:15 Uhr: Rapport betreffend die Übernahme der Kinder aus Mulhouse und die Rückführung der Flüchtlinge nach Hüningen am 3. Januar 1945.
