13. Januar 1945

Die erbitterten Kämpfe um Hatten gehen weiter

Mit den Deutschen, die nun bedeutende Teile von Hatten und Rittershoffen besetzen, setzt die US-Armee vollständig die 14. Panzer-Division ein.

„Diese mächtige deutsche Streitmacht hat entlang der gesamten Linie zugeschlagen, die Männer der 42. Infanterie-Division zurückgedrängt und die Männer der 79. Division abgeschnitten. Die 14. Panzer-Division wurde beauftragt, einen Gegenangriff zu starten, um die MLR wiederherzustellen.“ History of the 14th Armored Division.

Die 14. Panzer-Division startet zwei Angriffe: einen von Combat Command A (CCA) unter der Führung von Colonel Karlstad und einen weiteren von Combat Command B (CCB) unter der Leitung von Colonel Gillespie. Letzterem wird die ehrgeizige Aufgabe zugewiesen, von Norden von Rittershoffen in Richtung Hatten vorzurücken und die deutsche Versorgungsroute zwischen den beiden Dörfern über den vertieften Bach zu unterbrechen. Der Angriff beginnt um 11:30 Uhr, doch schon bald wird klar, dass die offenen Felder, die CCB durchqueren muss, ein Totenfeld für gut platzierte deutsche Panzerabwehrkanonen und Panzerjäger sind, die sich auf dem leicht erhöhten Gelände nördlich von Hatten positioniert haben. Nach mehreren Panzerschäden wird der Angriff abgebrochen.

Karlstad’s CCA erzielt mehr Erfolge, als seine Brigade in den deutschen Teil von Rittershoffen vorrückt, um das 3. Bataillon des 315. Infanterie-Regiments zu unterstützen, das sich weiterhin in der süd-westlichen Ecke des Dorfes verbarrikadiert. Die Deutschen werden langsam aus dem westlichen Teil von Rittershoffen zurückgedrängt, und die Fortschritte des Tages werden in einzelnen Häusern gemessen. Mehrere Panzerduelle entbrennen in der Nähe der Kirche, als einige Panzer der Deutschen einen Gegenangriff starten. Am Ende des Tages ist Rittershoffen in zwei Hälften geteilt, wobei die Deutschen die nördliche Hälfte besetzen. Die amerikanische Verteidigungsstellung ist stärker; nun vollständig gesichert durch das 68. Panzer-Infanterie-Bataillon, das mit dem erschöpften 3. Bataillon des 315. Infanterie-Regiments zusammenarbeitet.

Schäden durch Grenzverletzungen:

Vogesenstrasse 31

Am Donnerstag, den 18. Januar 1945, gegen 09:00 Uhr, meldet Herr G.W., Teilhaber einer Drechslerei und wohnhaft in der Vogesenstrasse 31, beim Polizeiposten St. Johann, dass am Samstag, den 13. Januar 1945, eine Gewehrkugel das Dach seiner Liegenschaft durchschlagen hatte.

Der zuständige Beamte folgte der Meldung und stellte vor Ort fest, dass die Kugel von der Strassenseite her kommend das Eternitdach, die Dachverschalung sowie die Zimmerwand durchschlagen hatte. Im Schlafzimmer des Mieters P.F., Schneider von Beruf, prallte die Kugel zunächst an die Wand, dann auf den Bettgiebel und fiel schliesslich, nachdem sie noch an einem Schrankoberteil aufgeschlagen war, zu Boden. Der Bettgiebel und der Schrank wiesen leichte Schäden in Form von Kratzern auf.

Nach Angaben eines anderen Mieters erfolgte der Einschlag zwischen 08:00 und 11:00 Uhr aus nordöstlicher Richtung. Zu diesem Zeitpunkt befand sich niemand im Zimmer. Das beschädigte Mobiliar war bei der Schweizerischen Mobiliarversicherungsgesellschaft versichert.

Der Bericht wurde am 1. Februar 1945 mit der Beilage einer Gewehrkugel an das Polizei-Inspektorat weitergeleitet. Die technische Abteilung des Eidgenössischen Militärdepartements prüfte in der Folge das Geschoss und stellte fest, dass es sich um eine 7,9-mm-Gewehrpatrone aus deutscher Herkunft handelte.

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