17. Januar 1945
Verluste an Mann und Material in Hatten
Die Tagelangen Kämpfe vordern Hohe tribute an Mannschaften und gepanzerten Fahrzeugen. Von den beiden Panzerkompanien, die Hatten verteidigen, waren nur noch 8 Shermans von 34 einsatzbereit. Für die drei Panzerkompanien, die Rittershoffen verteidigten, standen nur noch etwa 18 einsatzbereite Fahrzeuge von 53 zur Verfügung.
Die deutschen Ziele beginnen sich deutlich zu ändern, als die 10. SS-Panzer-Division am Rhein ankommt. Der neue Schwerpunkt verlagert sich auf den rechten Flügel der US-7. Armee, rund um Gambsheim, nahe dem Rhein. In Hatten sind nur noch lokale Angriffe autorisiert, mit dem Ziel, die amerikanischen Verteidiger in diesem Bereich zu binden. Zu diesem Zweck wird die 47. Volksgrenadier-Division eingesetzt, um die 7. Fallschirmjäger-Division und die 21. Panzer-Division zu entlasten.
Territorial-Kommando
Aus den Berichten der Schweizer Armee:
08:00 Uhr: Besprechung im KP betreffend Durchgangsflüchtlinge. Das Quartieramt verlangt eine ständige Aufnahmebereitschaft und Platz für 1'000–1'200 Flüchtlinge. Das Amt schlägt vor, Schulen vorzubereiten, die in ein paar Tagen bezugsbereit wären.
Vorgeschlagen wird vom Verbindungsoffizier, Fabriken dazu zu verwenden.
10:50 Uhr: Ankunft von weiteren Flüchtlingskindern in Flüh.
11:30 Uhr: Besprechung des Kommandos mit verschiedenen Herren des Bundes betreffend der Einwilligung zur Erstellung eines weiteren Durchgangslagers.
13:00 Uhr: Besprechung betreffend Verteilung der Kinder aus Mulhouse.
14:30 Uhr: Meldung vom Flüchtlingsoffizier, dass 402 Kinder nach Basel gereist sind.
15:45 Uhr: Meldung, dass der Rest der heutigen Flüchtlingskinder von Flüh abgereist ist.
Heutige Verteilung:
- 300 Kinder nach Rheinfelden
- 157 nach Binningen
- 401 Zoologischer Garten
- 116 Bahnhof SBB
Total: 974 Kinder
