26. Januar 1945
Weitere Kämpfe im Dreiländereck
Der Krieg in der Dreiländerecke geht unvermindert weiter. Den ganzen Tag über wird die Gegend um Istein immer wieder von französischen Geschützen aus dem oberelsässischen Hügelgebiet beschossen. Besonders am Nachmittag und Abend schlagen Granaten in das Umland ein, auch das hintere Kandertal gerät unter Feuer. Auffällig ist, dass plötzlich die Gegend von Märkt verstärkt ins Visier genommen wird. Bereits am frühen Morgen, zwischen 07:00 und 08:00 Uhr, feuert ein kleineres französisches Geschütz auf die Ortschaft. Über die Mittagszeit intensiviert sich der Beschuss, als zwei französische Panzer bei Neudorf in Stellung gehen und Schuss um Schuss auf Märkt abgeben.
Einer von vielen am Rhein erichteten französische Kleinkampfanlagen (Abri de tir) heute. Die zahlreichen Einschüsse zeugen von schwerem MG Beschuss von deutscher Seite aus.
Am Abend nimmt das Maschinengewehrfeuer zwischen Hüningen und Friedlingen wieder zu. Ohne ersichtlichen Grund setzt um 18:55 Uhr heftiges Feuer ein. Später, um 22:50 Uhr, beginnen Maschinengewehre am Rheinufer bei Friedlingen mit einem massiven Angriff auf die französischen Bunker jenseits des Rheins. Zunächst bleibt eine Reaktion aus, doch plötzlich antworten alle französischen Stellungen gleichzeitig. Offenbar haben sie etwas Verdächtiges bemerkt, denn das Feuer richtet sich gezielt auf die badische Rheinseite. In Friedlingen ist deutlich das Rattern von Fahrzeugen zu hören, die sich eilig entfernen. Den Flüchtenden folgen französische Maschinengewehrsalven, das Feuer dauert etwa 20 Minuten an.
Territorial-Kommando
Aus den Berichten der Schweizer Armee:
10:30 Uhr: Das Margarethenkinderheim wurde aufgehoben, und die restlichen 42 Flüchtlingskinder wurden in das Flüchtlingslager Elisabethenstrasse verbracht.
