31. Januar 1945
Kämpfe um Colmar
In der Nacht dröhnte anhaltendes Artilleriefeuer aus der Gegend östlich oder nordöstlich von Colmar, möglicherweise sogar aus der Region um Strassburg. Am frühen Morgen, gegen 07:00 Uhr, verlagerte sich das Geschützfeuer direkt in die Umgebung von Colmar. Es steigerte sich schnell zu einem gewaltigen Trommelfeuer, das mehr als eine Stunde lang unvermindert anhielt. Ab 09:00 Uhr hörte man die Detonationen erneut etwas weiter nordwärts, aus grösserer Entfernung. Dies lässt darauf schliessen, dass sich das Artillerieduell wieder in die Gegend verlagert hat, in der auch das nächtliche Feuer stattfand. Das Dröhnen bleibt jedoch weiterhin spürbar.
Einsatz schwerster Artillerie im Raum Colmar: US Truppen mit einem M35 Prime Mover, welcher eine 240 mm Howitzer M1 Spitzname „Black Dragon" zieht
Die fast 30 Tonnen schwere 240-mm-Haubitze hatte eine maximale Schussreichweite von 23 km. Ihre 160 kg schweren Granaten besassen eine enorme Durchschlagskraft und wurden vor allem gegen Befestigungen und Bunker, aber auch gegen andere strategische Ziele eingesetzt. Trotz ihrer hohen Feuerkraft war sie aufgrund ihres Gewichts schwer zu transportieren und benötigte eine aufwendige Logistik für den Einsatz.
