17. Februar 1945
Artilleriefeuer auf Weil und Leopoldshöhe
Die instabilen Verhältnisse in der Dreiländerecke haben sich erneut gezeigt, als es am Vormittag, trotz der vorherigen Beobachtungen, die auf eine Entspannung der Kämpfe hindeuteten, wieder in der Nähe der Schweizergrenze krachte. In der Morgendämmerung war es keine Mine, sondern Artilleriefeuer, das diesmal zu vernehmen war – wahrscheinlich nicht von den kleinkalibrigsten Geschützen. Nach den ersten Einschlägen und als die Ziele nicht mehr beobachtet werden konnten, liess das beidseitige Feuer mit Einbruch der Dunkelheit nach.
Am elsässischen Rheinufer blitzten Blinklichter auf, und fast eine halbe Stunde lang konnte das weithin sichtbare Morsen beobachtet werden, ohne dass eine Reaktion festgestellt wurde. Lediglich eine rote Leuchtkugel stieg später in der Gegend auf. Geschossen wurde aus dem Raum Blotzheim. Die ersten Granaten trafen den Bahnhof Leopoldshöhe und die dortige Überführung. Gegen Mittag wurde das Feuer auf den Weiler Hafen vorverlegt, wobei ein Ziel der Silobau war. Auch in die Gegend von Istein wurde geschossen. Ab 12:46 Uhr schwiegen die Geschütze, allerdings nur vorläufig.
Im Laufe des Nachmittags setzte das Störfeuer zunächst aus Minenwerfern fort. Um 15:36 Uhr traten dann die Geschütze wieder in Aktion. Erneut wurde der Hafen von Weil mit Granaten belegt. Von deutscher Seite wurde schliesslich das Feuer erwidert, vermutlich aus dem Kandertal. Hinter Michelfelden (nordöstlich von St. Louis) konnten etliche Rauchgranaten eingeschlagen, und anschliessend wurde Bartenheim beschossen. Da die Sicht gegen Abend immer schlechter wurde, war es schwierig, die Angriffe zu verfolgen.
Territorial-Kommando
Aus den Berichten der Schweizer Armee:
Entlassung der Bewachungs Kp. 2 BL
01:16 - 01:57 Uhr: Fliegeralarm
15:15 Uhr: Meldung aus Olten: Der Territorialkommandant 4 geht ab dem 18. Februar 1945 für eine Woche nach Arosa, Hotel des Alpes.
22:11 - 22:59 Uhr: Fliegeralarm – Einflug mehrerer Flugzeuge bei Biel in Richtung Basel. Um 22:20 Uhr über Basel.
