24. Februar 1945

Kriegshandlungen in der Dreiländerecke

Die Gesamtdauer aller Fliegeralarme übertrifft den bisherigen Rekord vom Donnerstag, den 23.2.45. Die Alarmzeit steigt von 8 Stunden und 35 Minuten auf 9 Stunden und 21 Minuten bis Mitternacht. Da der letzte Alarm erst 30 Minuten nach Mitternacht endet, beträgt die tatsächliche Gesamtdauer 9 Stunden und 51 Minuten. Trotz dieser langen Alarmzeiten ist die Fliegertätigkeit über Basel geringer als am Vortag. Vom frühen Vormittag bis in den Nachmittag hinein sind verschiedene Formationen fremder Flugzeuge zu beobachten, bestehend aus 8 bis 12 Maschinen, die in Ost-West-Richtung, Richtung Schwarzwald oder in die Innerschweiz fliegen. Bombardierungen lassen sich nicht zweifelsfrei bestätigen, jedoch berichten Beobachter um 13:30 Uhr von Detonationen aus dem hinteren Wiesental. Während der Alarme am 23.2.45 von 20:42 bis 21:32 Uhr, 23:24 bis 00:30 Uhr sowie am 24.2.45 von 02:05 bis 02:45 Uhr bleibt der Luftraum über Basel frei von feindlichen Flugzeugen. Ein grösserer Verband fremder Maschinen, der über den Jura einfliegt, zieht weiter ostwärts in Richtung Innerschweiz.

Die französische Artillerie setzt ihr Störfeuer auf das badische Ufer fort. Besonders betroffen sind Märkt, das Haltinger Moos, Eimeldingen, Kirchen und die Umgebung von Friedlingen. Auch eine grosse Fabrikanlage in Richtung Haltingen gerät unter Beschuss. Der Artilleriebeschuss wird zunehmend intensiver, insbesondere am Abend, als die Franzosen offenbar schwerere Kaliber einsetzen. Zwischen 20:15 und 21:10 Uhr sind in Basel heftige Detonationen zu hören, die aus der Gegend um Friedlingen und die Bahnanlagen von Weil stammen.

Gegen 21:00 Uhr eröffnen die Deutschen vom Bahndamm Weil aus plötzlich ein heftiges Maschinengewehrfeuer in Richtung Hüningen. Zunächst ist die Ursache unklar, doch genauere Beobachtungen zeigen, dass ein Eisenbahnzug aus Haltingen kommend über Weil nach Lörrach fährt. Offenbar versuchen die Deutschen, den Lärm des Zuges durch das MG-Feuer zu übertönen, um ihn der Aufmerksamkeit der französischen Artillerie zu entziehen. Dennoch nehmen die Franzosen den Bereich ins Visier und beschiessen die Bahnanlagen oder deren Umgebung noch für einige Minuten mit schweren Minen.

Nach Mitternacht kommt es erneut zu intensivem Maschinengewehrfeuer. Besonders zwischen 00:30 und 00:50 Uhr feuern die Deutschen vom Bahndamm Weil aus ganze Salven ihrer Maschinengewehre ab. Das Feuer dauert rund zehn Minuten lang ununterbrochen. Die genaue Zielrichtung bleibt unklar. In grösserer Entfernung sind zudem noch vereinzelte Artillerieschüsse auf das badische Hinterland zu hören.

02:06 - 02:45 Uhr: Fliegeralarm

09:14 - 11:25 Uhr: Fliegeralarm

12:35 - 18:17 Uhr: Fliegeralarm

23:02 - 23:29 Uhr: Fliegeralarm

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