28. Februar 1945
Auflösung der Elsässischen FFI
In Mülhausen wird die Forces Françaises de l’Intérieur d’Alsace (FFIA) auf Befehl von General du Vigier, dem Befehlshaber der 10. Militärregion, offiziell aufgelöst. Die Generalstäbe der Arrondissements, Abschnitte und Regionalgruppen stellen ihre Tätigkeit ein, sind jedoch angewiesen, offene Angelegenheiten zu klären.
Um die militärische Tätigkeit der FFI im Elsass fortzusetzen, wird die Organisation der Volontaires du Rhin gegründet. Diese neue Einheit soll eine vorübergehende, lokal begrenzte militärische Formation sein.
Das Comité de la Libération im Elsass wird weiterhin von Commandant Daniel, dem ehemaligen Chef der FFIA, geleitet. Ihm zur Seite steht Jean Wagner, Vizepräsident des Komitees und stellvertretender Bürgermeister von Mülhausen.
Weitere Gefechte nahe an der Schweizer Grenze
In der elsässischen Nachbarschaft setzt das französische Artilleriefeuer erst über die Mittagszeit ein. Die ersten Einschläge werden bei Märkt beobachtet, wo auch fast gleichzeitig Rauchpilze von Rauchgranaten aufsteigen.
Gleich darauf wird das Feuer auf den Raum zwischen dem Stauwehr und der Ortschaft Märkt vorverlegt. Am frühen Nachmittag liegt das Kandertal unter dem französischen Feuer. Kräftiger werden die Detonationen in den Abendstunden hörbar: Ab 19:12 Uhr schiesst eine französische Batterie aus der Ebene nördlich von St. Louis nach Haltingen hinüber. Auf beiden Seiten werden dann auch Minen- und Granatwerfer eingesetzt, und gegen Mitternacht wird auch das Maschinengewehrfeuer von Zeit zu Zeit wieder recht lebhaft. Im oberelsässischen Hügelgebiet weitet sich ein starker Fahrverkehr aus, wobei die Fahrzeuge ungeniert ihre Scheinwerfer weithin sichtbar ausleuchten.
