1. März 1945

Französisches Artilleriefeuer auf den Isteiner Klotz

Durch den Tag bleiben über der Dreiländerecke fast keine alliierten Flugzeuge sichtbar, vermutlich aufgrund der dichten Bewölkung. Dadurch bleibt es in Basel seit dem letzten Fliegeralarm in der Nacht von 01:57 bis 02:30 Uhr ungewöhnlich ruhig – die Sirenen schweigen erstmals 24 Stunden lang.

Stattdessen übernimmt die französische Artillerie die Angriffe auf deutsche Stellungen. Am späten Vormittag beginnt das Feuer auf verschiedene Ziele: die Schusterinsel, den Weiler Hafen und das Haltinger Moos, später auch auf Fischingen und das Kandertal.

Am Nachmittag, gegen 15:40 Uhr, erscheinen zwei alliierte Aufklärungsflugzeuge über dem Gebiet zwischen Istein und dem Kandertal. Sie kreisen mehrere Minuten über Schallbach, bevor sie hinter dem Kandertal verschwinden. Kurz darauf schlagen die ersten Rauchgranaten in Schallbach ein, gefolgt von weiteren Einschlägen. Gleichzeitig trifft deutsches Artilleriefeuer aus dem Raum Blotzheim erneut den stark beschädigten Silobau im Weiler Hafen, der vermutlich als deutscher Beobachtungsposten dient.

Gegen 17:00 Uhr ändert sich das Ziel der französischen Artillerie. Das Feuer konzentriert sich nun auf das Gebiet zwischen Schallbach und Fischingen. Immer wieder mischen sich Rauchgranaten unter die Sprenggeschosse. Von 18:30 Uhr bis weit nach Mitternacht nimmt das Feuer weiter an Intensität zu, wobei besonders der Schafberg und der Hügelrücken östlich des Isteiner Klotzes unter Beschuss geraten.

Bei Kembs steigen rote Leuchtraketen auf, während um 22:40 Uhr eine weisse Leuchtrakete bei Bartenheim als weithin sichtbares Signal erscheint. Unmittelbar darauf beginnt aus der Gegend von Helfrantzkirch heftiger Beschuss, der sich mehrfach wiederholt. Immer wieder sind die Explosionen der Granaten auf dem Schafberg zu sehen.

In den oberelsässischen Hügeln nimmt der Fahrverkehr spürbar zu, was auf verstärkte Truppenbewegungen hindeutet.

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