17. März 1945
Intensive Kampfhandlungen am Rhein
Bereits am frühen Morgen um 07:30 Uhr beginnen intensive Kampfhandlungen. In der Kanalgegend bei Neudorfsetzen französische Truppen wieder Vernebelungsaktionen ein. In den Nebelschwaden verborgen, nehmen französische Batterien Märkt unter Beschuss. Beobachtungsflugzeuge kreisen über dem Gebiet und lenken das Feuer gezielt.
Im frühen Nachmittag konzentriert sich vereinzelt schweres Feuer auf den Isteiner Klotz, hinter dessen Hügelrücken starke Rauchwolken aufsteigen. Ab 16:00 Uhr feuern die Franzosen vermehrt Rauchgranaten ab. Diese Granaten dienen nicht nur der Feuerkorrektur, sondern möglicherweise auch Erkundungszwecken oder gar der Brandstiftung.
Zwischen 16:00 und 18:00 Uhr richtet sich das Feuer auf die deutschen Bunker oberhalb des Stauwehrs von Märkt. Um 18:00 Uhr beginnt dann ein massiver Artillerieangriff aus dem Raum Blotzheim, der sich auf das gesamte Gebiet von Märkt bis zum Weiler Hafen erstreckt. Die Detonationen sind so gewaltig, dass in Basel Passanten stehen bleiben und nach Flugzeugen Ausschau halten.
Diesmal richtet sich das Feuer nicht nur auf die Bunker am Rhein, sondern auch auf das dahinterliegende badische Hinterland, das regelrecht umgepflügt wird. Es kommen Geschütze verschiedener Kaliber zum Einsatz, darunter sehr schwere Artillerie, deren Granaten Erdfontänen bis weit über Baumhöhe hinauswerfen.
Das Feuer wechselt zwischen kurzen Pausen und Phasen von Trommelfeuerstärke. Mindestens vier Artilleriestellungen schiessen gleichzeitig auf das deutsche Ufergebiet. Mehrere Granaten detonieren direkt im Rhein. Das Bombardement hält bis Mitternacht an, mit wiederkehrenden Einzelfeuerschlägen auf den Isteiner Klotz, den Schafberg und die Umgebung von Märkt.
