29. März 1945

Kampfhandlungen im Dreiland nehmen wieder zu

Bis zum Abend des Gründonnerstags bleibt die Lage im Norden Basels weitgehend stabil. Es bestehen keine Hinweise auf eine Traversierung des Rheins mit Brückenschlag in Hörweite Basels – einem Gebiet, das bei günstigen atmosphärischen Bedingungen bis Colmar, teils sogar bis Strassburg reicht. Ein solcher Angriff wäre mit anhaltendem Trommelfeuer einhergegangen und deutlich hörbar gewesen.

Auf beiden Seiten des Rheins ist jedoch eine gewisse Spannung und Nervosität festzustellen. So sprengen die Deutschen am Donnerstag den weithin sichtbaren hölzernen Peilturm im Käserholz – aus bislang nicht näher erklärbaren Gründen.

Ab der zweiten Hälfte des Vormittags nimmt das französische Artilleriefeuer deutlich zu. Geschossen wird aus dem Raum Schlierbach (südlich von Mülhausen) sowie besonders aus dem Bereich Blotzheim in das Kandertal und auf das Gebiet östlich des Isteiner Klokes. Einschläge sind bei Fischingen und Schallbach zu hören und zum Teil zu sehen. Zeitweise werden auch Ortschaften im Wiesental, wie Thumringen oberhalb Lörrach, unter Feuer genommen. Es handelt sich zum Teil um konzentrierte Feuerschläge.

Deutsche Artillerie antwortet phasenweise auf diese Angriffe. Bis in die Abendstunden hinein bleibt das Geschehen unruhig, doch eine wesentliche Veränderung der militärischen Lage ist nicht erkennbar.

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