10. April 1945
Fremde Flugzeuge und Artillerieeinschläge in der Dreiländerecke
Wie bereits am Dienstagvormittag, werden auch am Nachmittag und Abend erneut mehrfach fremde Flugzeuge über der Dreiländerecke gesichtet oder zumindest gehört. Um 16:45 Uhr tritt bei Efringen die deutsche Fliegerabwehr in Aktion.
Am Nachmittag gerät das Haltinger Moos – das zwischen dem Rhein und der Ortschaft Haltingen liegt – unter französisches Minenwerferfeuer. Darüber hinaus werden auch Artillerieeinschläge registriert. Die französische Artillerie beschiesst zusätzlich das Dorf Egringen, das Dorf Istein sowie den oberhalb gelegenen Kalksteinbruch.
In den Abendstunden kommt es zu einem lebhaften Feuerwechsel zwischen deutschen und französischen Maschinengewehren. Danach nimmt ein französisches mittelschweres Geschütz aus dem Raum Blotzheim das Gebiet des Weiler Hafens und die Schusterinsel unter Beschuss. Einzelne Granaten explodieren dabei nur etwa 1200 Meter von der Schweizer Grenze entfernt.
In Kleinhüningen ist das Heulen der einschlagenden Granaten deutlich zu hören. Der Luftdruck der Detonationen ist spürbar; an der Peripherie von Basel zittern die Häuser, und Fensterscheiben klirren.
