8. Mai 1945
Zwischen dem 7. und 9. Mai kommt es zu verschiedenen Kriegsschäden in Basel
- Immengasse 15, Basel (7. Mai 1945, ca. 21:30 Uhr):
Gefunden wurde ein Metallsplitter von etwa 1 cm² Fläche und 0,9 mm Dicke, unregelmässig umrandet und leicht gewölbt. Der Splitter scheint aus einer Leichtmetall-Legierung zu bestehen, eine genauere Identifikation ist jedoch nicht möglich. Vermutlich handelt es sich um ein herausgebrochenes Stück einer Verschalung infolge eines Gewehrschusses. - Marktplatz 13, Basel (7. Mai 1945, ca. 22:00 Uhr):
An dieser Stelle wurde ein deutsches Gewehrgeschoss mit Stahlkern, Kaliber 7,9 mm (sogenanntes SmK-Geschoss) sichergestellt. - Oetlingerstrasse 191, Basel (8./9. Mai 1945):
Hier fehlen jegliche Unterlagen, weshalb eine genaue Beurteilung des Vorfalls nicht möglich ist. - Hegenheimerstrasse 18, Basel (9. Mai 1945, ca. 21:30 Uhr):
Gefunden wurde ein deutsches Gewehrgeschoss mit Bleikern, Kaliber 7,9 mm (sogenanntes sS-Geschoss). Dabei wurde eine Fensterscheibe beschädigt, was Frau Emma Eckert zur Erstattung einer Strafanzeige veranlasste.
Es wird darauf hingewiesen, dass bei den aufgeführten Fällen möglicherweise deutsche Beutewaffen verwendet worden sein könnten. Die Einschüsse und Splitterschäden in Basel stehen wahrscheinlich in Zusammenhang mit unkontrollierten Schüssen während der Siegesfeiern im Elsass. Alle Fundstücke – zwei Gewehrgeschosse und ein Metallsplitter – wurden zusammen mit den Polizeirapporten zur weiteren Auswertung an die Kriegstechnische Abteilung in Bern übermittelt. Die Untersuchung wurde von Major Oberholzer geleitet.
