SERIE - Basel und der Bomberkrieg 1940 - 1945

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Höhenweg 19 heute und am Morgen des 17. Dezember 1940. Foto aufgenommen vor der Liegenschaft Höhenweg 17. - Bildquelle Privatarchiv Patrick Schlenker

In einer sternenklaren Winternacht des 16. auf den 17. Dezember 1940 flogen mehrere britische Flugzeuge der RAF auf dem Weg nach Mannheim über Basel und Binningen – offenbar fehlgeleitet durch Navigationsprobleme.

Gegen 23:07 Uhr wurde eine erste Bombe über dem Gundeldingerquartier nahe dem Basler Bahnhof abgeworfen. Sie schlug zunächst auf dem Dach des Ostflügels des Bundesbahnhofs ein, rutschte dann ab und explodierte gegenüber dem Hotel Bristol auf dem Trottoir. Grosse Schäden entstanden an Fenstern, sowie durch die Detonationen an zwei abgestellten Taxen; ein Taxi-Chauffeur wurde leicht verletzt. Kurz danach, gegen 23:11 Uhr, traf eine Reihe von Bombeneinschlägen rund um den Winkelriedplatz Basel ein. Vier Sprengbomben hinterließen Krater, teilweise bis zu 4 Meter Durchmesser. Eine Frau, Frieda Zorn, wurde tödlich getroffen, als sie während des Alarms in den Hausflur ging, um eine Jacke für ihre Tochter zu holen. Vier weitere Personen wurden leicht verletzt.

Kurz nach Mitternacht folgte eine zweite Welle in Binningen. Bei der Liegenschaft Höhenweg 19 wurde ein Haus schwer beschädigt; mehrere Familienangehörige kamen ums Leben – darunter Valerie Zeller und ihre Tochter Elisabeth. Auch hier gab es erhebliche Gebäudeschäden, Fensterexplosionen und zahlreiche Brandbombenfunde in umliegenden Gebieten.

In der Nacht zeriss die dritte Serie Sprengbomben unter anderem ein leerstehendes Neubauprojekt an der Güterstrasse in Basel, das später einmal einen Luftschutzkeller und eine Sanitätsstation beherbergen sollte. Die Bombe durchschlug mehrere Stockwerke, aber der Keller hielt stand.

Ein Blindgänger einer Sprengbombe in der Güterstrasse 167 wurde erst Tage später geborgen; er war im Keller steckengeblieben.

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Zerstörtes Gebäude Ecke Höhenweg / Neusatzweg in Binningen - Bildquelle Privatarchiv / Koloriert Patrick Schlenker

Insgesamt forderte der Bombenabwurf zum ersten Mal vier zivile Menschenleben. Zudem gab es mehrere Verletzte und es entstand erheblichen Sachschaden. 

Politisch und gesellschaftlich lösten die Angriffe Empörung in Basel aus. Die Schweizer Regierung protestierte diplomatisch bei Grossbritannien, forderte Schadensersatz und betonte die Neutralitätsverletzung – nicht zuletzt, da Vollmond und Schnee eine klare Sicht gewährten.

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Gelände des Bahnhof SBB, Sicht Richtung Münchenstein. Zwei Brisanzbomben fielen auf die Gleisanlagen der Bundesbahnen. Bei drei im Bahnhof abgestellten Zugkompositionen mit etwa 60 Personenwagen wurden durch die Druckwelle sämtliche Scheiben zerstört. Viele wiesen verschieden grosse Splitterschäden an Aussenwänden, wie auch an den Bestuhlung auf. Weiter wurden zwei Geleise und Oberleitungen bei den Einschlagstellen schwer beschädigt. - Bildquelle Privatarchiv / Koloriert Patrick Schlenker


Beschreibung

Auf dieser eindrücklichen und informativen Führung durch das Basel und Binningen der 1940er-Jahre erfahren Sie mehr über die Bombardierung vom 16./17. Dezember 1940, als britische Flugzeuge irrtümlich Bomben über dem Stadtgebiet und dem angrenzenden Binningen abwarfen. An originalen Schauplätzen wird die tragische Geschichte jener Nacht lebendig.

Sie hören und sehen, wie die Bevölkerung auf die Explosionen reagierte, welche Schäden in den betroffenen Quartieren entstanden und wie die Behörden in den Stunden danach versuchten, Ordnung und Sicherheit wiederherzustellen. Die Führung erinnert an die Opfer und zeigt, wie die Ereignisse das Bewusstsein für Neutralität und Zivilschutz nachhaltig prägten.

Infos unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder +41 79 315 29 41

Preis Pro Person 20.00 CHF

Diese Führung ist  als private Gruppenführung buchbar und auch für Schulklassen geeignet und durch den Tag buchbar.

Sprache
Deutsch

Termine

16. Dezember 2025 - 18:30 Uhr

21. Dezember 2025 - 10:00 Uhr

Weitere Termine auf Anfrage

Dauer
ca. 1.5 Stunden

Treffpunkt
Winkelriedplatz - Ecke Sepmacherstrasse 

Endpunkt
Höhenweg Binningen

Zusätzliche Info:

  • Für diese Führung ist keine Mindestteilnehmerzahl erforderlich.
  • Diese Führung ist auch für Menschen im Rollstuhl zugänglich.
  • Ticket Zone 1 (Kurzstrecke) zur Verschiebung mit dem Tram Nr. 2 notwendig. 

 

 

 

 

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